Leben mit Epilepsie

Ich sage doch immer: Jeder hat SEINE Epiepsie… Auch wenn sich Anfallsformen in Kategorien unterteilen lassen, können die konkreten Abläufe sehr verschieden sein.

WICHTIG: Diese individuellen Eigenheiten sind dann immer wieder gleich, z.B. sind die Vorgefühle (auch „Aura“ o. „Prodromi“ genannt) ganz vielfältig, aber jeder hat (wenn überhapt) SEINE Art von Vorgefühl und kennt das. Ein Geschmack im Mund, Geräusche, Farben… dann weiß er, gleich passiert’s und kann sich (hoffentlich) noch hinsetzen/hinlegen.

In meinem Umfeld wissen alle von meiner Krankheit, aber wer mich nicht kennt, dem fällt es nicht auf, denn ich bin zwar chronisch krank, aber es tritt nur anfallsweise auf, phasenweise mehr oder weniger häufig.

Therapien (v.a. Medikamente) sollen immer bewirken, dass möglichst wenig oder keine Anfälle passieren. Die Art der Anfälle wird dabei nicht beeinflusst. Antiepileptika machen nicht aus schweren Grand mal Anfällen kleine Anfälle.

Jeder sollte sehr bewusst auf Manches verzichten, ohne sich mehr als nötig einzuschränken. Deshalb gibt es viele Epileptiker, in deren Umfeld kaum jemand davon weiß. Ich denke, für den Notfall sollten Freunde und Kollegen Bescheid wissen (Es gibt auch Notfall-Ausweise – Download hier), aber wie gesagt… keine pauschalen Verhaltensregeln. Ich muss einiges beachten, aber was ich kann zählt, nicht was ich nicht kann.

Welch eine himmlische Empfindung ist es, seinem Herzen zu folgen.

J.W.Goethe
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